Archiv | Januar 2017

Cannabis fördert die Heilung von Knochen

cannabis-4allStudien: Cannabis sorgt für schnellere Heilung von Knochen
Dass Marihuana nicht nur als Rauschmittel sondern auch zum therapieren von Krankheitsbeschwerden verwendet werden kann, ist lange bekannt. Schmerzpatienten nutzen Cannabis, um ihre Leiden zu lindern. Eine neue Studie hat nun herausgefunden, dass ein Wirkstoff der in der Pflanze enthalten ist, dafür sorgt, dass Knochenbrüche schneller heilen.

Marihuana wird seit langem als Arznei verwendet
In verschiedenen Ländern der Welt wird Marihuana seit Jahren auch für medizinische Zwecke verwendet. Wissenschaftlich nachgewiesen ist dessen Wirksamkeit unter anderem bei Übelkeit und Erbrechen oder bei Kachexie, einer Erkrankung, bei der es durch starke Abmagerung zu extremen Untergewicht kommt. Zudem könne „medizinisches Cannabis“ Gesundheitsexperten zufolge unter anderem für Krebs- und Schmerzpatienten, für HIV-Kranke und Menschen mit Multipler Sklerose (MS) oder der Darmerkrankung Morbus Crohn hilfreich sein. Viele Schmerz-Patienten hoffen auf Cannabidiol (CBD), wurde vor kurzem berichtet. Dieser Stoff kann einer neuen Untersuchung zufolge auch dazu beitragen, dass Knochenbrüche besser heilen. Möglicherweise könnte er in Zukunft für die Behandlung von Osteoporose von Bedeutung sein.

Cannabis kann Heilung von Knochenbrüchen beschleunigen
Was sich zunächst anhört wie „Kiffen ist gut für die Knochen“, haben israelische Wissenschaftler in einer Studie festgestellt. Wie die Forscher von der Tel Aviv University und der Hebrew University dabei feststellten, beschleunigt ein Hanf-Wirkstoff die Heilung von gebrochenen Knochen. Demnach hat das enthaltene Cannabinoid Cannabidiol (CBD) den Heilungsprozess von gebrochenen Knochen stark verbessert. Den Angaben zufolge heilen die Knochen nicht nur schneller, sondern sind danach auch stärker und robuster. Das bedeute auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie erneut brechen, geringer wird. Im Gegensatz zum ebenfalls im Cannabis enthaltenen euphorisierenden THC wirkt CBD entspannend und sedierend. Für Hanf gilt: Je mehr THC enthalten ist, desto weniger CBD ist zu finden.

Knochen sind nach der Behandlung auch robuster
Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Journal of Bone and Mineral Research“. Die Forscher hatten ihre Erkenntnisse durch Experimente mit Ratten gewonnen. Sie hatten den Tieren entweder nur CBD oder eine Kombination aus CBD und THC gespritzt. Es zeigte sich, dass lediglich Cannabidiol und nicht THC das Knochenwachstum befördert. Laut einem Bericht von „n-tv.de“ erklärte der Studienverantwortliche Yankel Gabet: „Wir haben herausgefunden, dass nur CBD die Knochen während des Heilungsprozesses stärkt.“ Er erläuterte weiter: „Nach der Behandlung ist der verheilte Knochen stärker und künftig bruchresistenter.“

Hanf-Inhaltsstoff könnte bei Osteoporose helfen
Die Wissenschaftler haben allerdings noch keine detaillierte Erklärung dafür, wie CBD genau das Knochenwachstum anregt. Sie nehmen aber an, dass es im menschlichen Körper Rezeptoren gibt, die auf das Cannabinoid reagieren. „Wir reagieren auf Cannabis, weil unser Körper Rezeptoren hat, die von Komponenten der Hanfpflanze aktiviert werden können“, so Gabet. Der Experte schlussfolgerte: „Das medizinische Potenzial von cannabinoiden Präparaten kann nicht geleugnet werden.“ Die Forscher hatten bereits in früheren Untersuchungen zeigen können, dass diese Stoffe dazu beitragen, die Bildung von Knochensubstanz zu stimulieren und den Knochenabbau verringern. Sie schlossen damals, dass Medikamente auf Basis von Cannabinoiden bei der Behandlung von Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen hilfreich sein könnten. Ein Grund mehr, Cannabis als Arznei weiter zu legalisieren.

Quelle. http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/forschung-cannabis-foerdert-die-heilung-von-knochen-2015072241411

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CBD zur Behandlung von Epilepsie? Das belegen Studien

 

CBD gegen EpilepsieCannabidiol (CBD) zur Behandlung von Epilepsie ist derzeit in aller Munde. Dabei wurde bereits in den 1980er Jahren die Wirkung von CBD auf unter Epilepsie leidenden Patienten untersucht. Doch was kann CBD tatsächlich ausrichten gegen die Krampfanfälle, die sowohl Mensch als auch Tier erleiden können?
Bei der klassischen Behandlung von Epilepsie werden krampfunterdrückende Medikamenten verabreicht. Cannabidiol hingegen soll vorher ansetzen und laut zahlreicher epidemiologischen Studien dazu beitragen, dass diese Krampfanfälle weniger oft auftreten, schränken sie das Alltagsleben und die Lebensqualität der Betroffenen doch stark ein.
Schon in der chinesischen Medizin wurden Cannabinoide zur medikamentösen Behandlung verwendet. Und auch bereits im Mittelalter soll es gegen Epilepsie eingesetzt worden sein.

Da es jedoch verschiedene Arten von Epilepsie gibt (Schläfenlappenepilepsie, Stirnlappenepilepsie, Scheitellappenepilepsie, Hinterhauptslappenepilepsie etc.) ist vorweg ganz klar zu sagen ist, dass es kein alleiniges Allheilmittel für alle Betroffenen und alle Arten von Epilepsie geben kann.

CBD bei Epilepsie – klinische Studien

In der Vergangenheit gab es eine Reihe klinischer Studien, die die Wirkung von CBD zur Behandlung von Epilepsie untersuchten. Eine davon war die klinische Studie „Chronic administration of cannabidiol to healthy volunteers and epileptic patients“ (Cunha JM, Carlini EA, Pereira AE, Ramos OL, Pimentel C, Gagliardi R, Sanvito WL, Lander N, Mechoulam R (1980) Pharmacology 21:175–185), die bereits vor über 35 Anhaltspunkte dafür fand, dass CBD die Häufigkeit der auftretenden Krampfanfälle reduzieren kann. Dazu wurden acht gesunde Probanden sowie 15 Probanden mit nachweislich diagnostizierten generalisierten epileptischen Anfällen und deren Reaktionen auf CBD untersucht. Den betroffenen Probanden wurden viereinhalb Monate lang täglich 200-300 mg CBD verabreicht, während einer Testgruppe Placebos verabreicht wurden.

Wöchentlich wurden neurologische Untersuchungen, Blut- und Urinanalysen und EEGs vorgenommen. Das Resultat: vier betroffene Probanden haben während der Studie keine Krampfanfälle erlitten, bei drei Probanden war eine erhebliche Verbesserung zu verzeichnen.

Eine weitere klinische Studie, durchgeführt von israelischen Wissenschaftlern, die in der Zeitschrift „Seizure“ publiziert wurde, untersuchte drei Monate lang die Wirkung von CBD auf 74 Jugendliche, die an schwerer Epilepsie erkrankt waren. Laut dieser Studie soll die Einnahme von CBD die Häufigkeit von Anfällen bei 89% der Probanden signifikant reduziert haben: „Die Ergebnisse dieser Multizenterstudie über die Therapie mit CBD bei schwer behandelbarer Epilepsie bei einer Population von Kindern und Jugendlichen sind vielversprechend. Weitere prospektive, gut gestaltete klinische Studien mit CBD-reichem medizinischen Cannabis sind gerechtfertigt.“

Fazit: Die Resultate der hier vorgestellten Studien sind also vielversprechend, es werden in Zukunft jedoch noch viele weitere Studien zur Wirkung von CBD bei Epilepsie folgen müssen. Ein Einheitsrezept für die Behandlung aller Betroffenen wird es auch dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben können. Nichts desto trotz sprechen die Ergebnisse der Studien für sich.

Zu den Studien:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26800377

Quelle: https://www.satipharm.com/blog/post/cbd-epilepsie-studien/

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